Die Mittelbadische Presse berichtet

10.05.2010 - Offenburg (red/rr).
Einen großen Erfolg konnten Studierende der Offenburger Hochschule beim 26. Shell-Eco-Marathon erzielen... Der »Schluckspecht« belegte den zweiten Platz von 213 Teams mit 3000 Teilnehmern aus 22 Ländern Europas und Nordafrikas beim Energie-Effizienz-Wettbewerb auf dem »Euro Speedway Lausitz«: Hochgerechnet kam er dank Wasserstoff-Brennstoffzelle mit einem Liter Kraftstoff auf 2794,9 Kilometer Reichweite, teilte die Hochschule mit. Dass sich diese Leistung allerdings noch steigern lässt, bewies die polytechnische Hochschule aus dem französischen Nantes. Ihr Team kam mit einem einzigen Liter Sprit 4414,1 Kilometer weit. Dieser Wert brach nach fünf Jahren auch den Rekord einer Studentenmannschaft aus Zürich (3836 Kilometer). Weniger erfolgreich war der »Schluckspecht City«, der ohne Wertung blieb. Ein Teil der Elektronik war ausgefallen und trotz Nachtschicht konnte der Schaden nicht behoben werden: »Wir werden das im Labor in aller Ruhe in Ordnung bringen müssen«, so Matthias Baumann, zuständig für die Mechanik des Schluckspecht-City. Dass sich mit diesem Gefährt der Antrieb von morgen bald realisieren möge, darauf hofft auch eine Firma aus Echterdingen. Das Ingenieurbüro Evomotiv nutzt das Konzept-Auto für den Stadtverkehr aus der Ideen- und Ingenieurs-Schmiede der Offenburger Hochschule für die Weiterentwicklung eigener Ideen. Die Aufgabe der Echterdinger Ingenieure ist es, die in den vier Rädern des Fahrzeugs untergebrachten Elektromotoren und die notwendige Elektronik so weiter zu entwickeln, dass daraus in wenigen Jahren ein Stadtflitzer für den Alltagsgebrauch entstehen kann. Auf Schnelligkeit kam es auch an beim Begleit-Team der Fakultät Medien und Informationswesen. Stephanie Lang, Anja Pieper und Sabrina Stutz widmeten ihre Projektarbeit der Live-Berichterstattung vom Lausitzring. Auf einer von den Offenburger Studenten erstellten Internet-Plattform gab es ab dem 5. Mai einen Live-Stream zu sehen. »Wir sind drei Tage vorher angereist, um die Technik zu testen, Redaktions- und Sendepläne zu erstellen und einen reibungslosen Ablauf während der zwei Sendetage zu garantieren«, so Sabrina Stutz. Insgesamt zählte das Journalisten-Team 27 Köpfe.

Drei Kamerateams Drei mobile Kamerateams standen für die Berichterstattung an wichtigen Punkten der Rennstrecke. Die Anbindung mehrerer Streckenkameras lieferte zusätzliche Bilder von den Fahrzeugen während des Rennens. Neu war in diesem Jahr auch das in einer Abschlussarbeit entwickelte Corporate Design, das hinsichtlich Optik und inhaltlichem Sendekonzept Durchgängigkeit garantierte.